Published September 10th, 2009

Deutschland vor der Wahl

“Deutschland vor der Wahl” – das Thema für die Abschlußprüfung

der Zweitsemester. Gefragt ist eine Serie von 3 Bildern für ein Magazin.

Was ist da zu tun?! Was passiert in Deutschland vor der Wahl?

Passiert überhaupt etwas – außer daß sämtliche Kreuzungen zuplakatiert werden?

Grinsende Politikervisagen an jeder Ecke, die viel versprechen und dann doch wenig halten?!

Wie politikverdrossen ist Deutschland? Wird die Wahlbeteiligung entsprechend sein?

Was ist mit Protestwählern?

Oder werden einige ihren Stimmzettel anderweitig nutzen??

 

Welche Nutzung letztendlich sinnvoller ist, das muss doch jeder für sich selbst entscheiden…

Published Juli 9th, 2009

Bewegung, Tempo, Dynamik

Fotografische Darstellung von Bewegung mit verschiedenen Mitteln:

Langzeitbelichtung mit Stativ und Graufilter. Die vorbeihetzenden Menschen verwischen total, bei noch längerer Belichtungszeit könnten wir sie auch komplett verschwinden lassen…

Annähernde Langzeitbelichtung aus der Hand. Das Taxi verwischt genug um die Bewegung zu zeigen und der zeitungslesende Passant versärkt den Effekt.

Klassiker: Der Mitzieher (nein Harry, das hat nichts mit Bier und Bar zu tun…) Womöglich wäre ein vorbeifahrender Formel 1 Rennwagen spektakulärer gewesen. Aber erstens war grad keiner in der Innenstadt unterwegs, und zweitens erfordert der doch noch ein wenig mehr Übung – fürchte ich…

Published März 30th, 2009

Erziehung

Nachdem der erste Schreck über die Themenwahl für die Prüfung (Erziehung, Broschüre, Ministerium,…..) verdaut ist mache ich mich auf die Motivsuche.

Das gestaltet sich noch schwieriger als eh schon befürchtet.

Auf der einen Seite soll es nicht unbedingt die Mutter mit dem erhobenen Zeigefinger werden,

zum anderen hält sich die Zahl der fotowilligen Familien im näheren Umfeld sehr in Grenzen.

Die wenigen zur Auswahl stehenden wohnen recht weit weg oder sind krank. Toll !!

Auch das Wetter ist nicht gerade hilfreich, so daß jegliche Spontanshootings auf

Spielplätzen oder ähnlichen Locations leider ins Wasser fallen.

Nachdem die Pläne A – C aus diesen und anderen Gründen gestrichen sind

kommt Plan D zum Einsatz: Wenn das mit den Models aus Fleisch und Blut

nicht sein soll, dann müssen eben welche aus Kunststoff her.

Die Idee gewinnt an Profil. Je mehr ich drüber nachdenke, umso besser gefällt sie mir.

Außerdem: “Think different…” hat sich bewährt…

Erziehung 

 An erster Stelle der Umsetzung steht die Beschaffung der “Models”.

Denn man soll es nicht für möglich halten, aber mein Playmobilvorrat ist eher übersichtlich.

Es stellt sich heraus, daß die meisten Eltern gar nicht wissen, was ihre Kinder so im Schrank haben.

Nach einer ausgiebigen Suche (und wieder ein paar Tage verstrichen) liegt das gesuchte Material

endlich vor. Herzlichen Dank an dieser Stelle an meine geliebte Gattin für ihre tatkräftige Unterstützung, an Chiara Kaiser für die Bereitstellung ihrer Figuren und an die Firma Playmobil für die

unglaublich zügige Lieferung des fehlenden Klassenzimmers.

Erziehung 

Von den Posen der einzelnen Fotos habe ich mittlerweile schon recht konkrete Vorstellungen.

Als schwieriger erweist sich die Gestaltung des Klassenzimmers. Nach einigen Versuchen

und Probeshootings wird ein altes Schneidebrett als abgewetzter Zimmerboden eingesetzt.

Die Wände bestehen aus dicken Zeichenpapier, das ein wenig mit Bleistiftminen bearbeitet

wird um einen etwas autentischeren Look zu bekommen.

 

Ausgeleuchtet wird die Szenerie mit 2 Systemblitzen (einer auf der Kamera – direkt, und einer

von links oben mit Bounce), so daß eine recht gleichmäßige Ausleuchtung ohne zu harte

Schatten zustande kommt, ein paar “realistische” Schatten aber erhalten bleiben.

 

Die Details der Aufnahmen erspare ich Euch hier.

Erziehung 

 Last but not least vielen Dank an Nico und Robert, die als Dozenten bei der Deutschen Pop einen Hammerjob machen. Und vielen Dank auch an meine “Kommilitonen” für eine tolle Zeit. Ich freue mich schon riesig aufs 2. Semester mit Euch.

Ach ja, und vielen Dank für 98 Prozent ;-)

Published Dezember 21st, 2008

“Zwischenprüfung”

Es ist soweit: Zwischenprüfung !

Aufgabenstellung:

Porträt eines Berufsbildes für die Zeitschrift MARE.

Es sollte auf eine Seite/ Doppelseite passen – da verbieten sich Wiederholungen.

Mindestens ein Gesicht muss zu sehen sein – der Rest kann auch das Produkt der Arbeit zeigen.

Was ist da zu tun ?!

Erstmal schau ich mir die MARE unter dem Aspekt an, was die Fotografen da sonst so zaubern.

Sehr erfreulich: Es gibt ganz unterschiedlichste Herangehensweisen: Unterschiedlich in Stil, Farbe und Aussage.

Zweiter Gedanke:

Wen könnte man porträtieren ?! Mir fällt auf, wie wenig Menschen ich kenne, die Ihre Geld

NICHT in irgendeiner Form am Schreibtisch verdienen. Besonders in München. Schwierig.

Und ein charakteristischer, 90jaehriger Hufschmied oder ein Schreiner mit 8 Fingern ist

auch in meinem entfernten Bekanntenkreis leider nicht zu finden…

Was also nun ?!

Es bleibt mir nichts übrig als mir einen Tag frei zu nehmen – denn abends fotografieren

würde die Motivwahl NOCH MEHR einschränken- und eine Exkursion durch München zu unternehmen.

Außendienst.

Im Weihnachtsgeschäft hat natürlich nicht gerade jeder Lust und Nerv auf eine Fotosession.

Das bestätigt sich bald. Dazu kommen noch die Menschen, die es sich zur Lebensaufgabe gemacht haben, auf möglichst keinem Foto verewigt zu werden – oder die unbedingt erst zum Friseur müßten.

Aber bald kommen auch erste Erfolgserlebnisse. Einige spielen voll mit. Andere lassen sich nach

einigen Überredungskünsten auf die Sache ein. Bald sind die ersten Portraits gemacht.

Aber so ganz zufrieden bin ich nicht.

Da kommt mir Jean in den Sinn. Jean-Yves Lothimonier. Der Inhaber und Koch eines der besten Fischrestaurants in München. Und außerdem ein guter Typ und ein sehr netter Kerl.

 Jean 

Also gehe ich den natürlichen Weg und reserviere zum frühstmöglichen Termin einen Tisch in seinem Laden, weil dann – so hoffe ich – ein wenig Zeit bleibt für einen Plausch und ein paar Fotos.

Außerdem spricht nichts dagegen “Arbeit” und Vergnügen zu verbinden.

Der Plan geht auf: 18:00 Uhr betrete ich seinen Laden und schleiche gleich mal hin zu ihm mit meinem Anliegen.

Und Jean spielt mit “Aaaaah oui – kommst Du in die Küche – machen wir eine bisschen Zirkus –kein Problem…”

Jean 

Jean findet sichtlich Gefallen an der Sache. Auch wenn er einfach nicht ruhig stehen kann.

Er ist es gewohnt pausenlos in seiner Küche umher zu wuseln. Das macht die Sache ein wenig schwierig, aber auch spannend und authentisch.

Ich fotografiere ihn mit der Canon 40D und dem EF-S 17-85 IS USM, dazu Canon Systemblitz und Bounce.

Die Küche ist sehr eng, so dass wir teils trotz relativ kurzer Brennweite von “hinten rechts unten” nach

“vorne links oben” oder so ähnlich fotografieren müssen, um den guten Jean einigermaßen aufs Bild zu bekommen.

Im Grunde ist es aber auch genau diese Pose, die ich mir u.a. vorgestellt habe, und die am Ende auch

zu meinem Favoriten wird. Außerdem fotografieren wir bei der Arbeit – in action quasi- und natürlich

die Resultate seiner Küche.

 Jean 

Aus verschiedenen “Food-Fotos” habe ich letztendlich die Austern ausgesucht, weil die Biester irgendwie doch am fotogensten waren – und gerade in schwarzweiß wirken sie.

Sie stehen für die Frische der Produkte, verkörpern den salzigen Geruch, und vervollständigen wunderbar die Serie.

Was bleibt zu sagen ?

Merci beaucoup mon ami Jean.

Und – ach ja – ich glaube, ich habe bestanden ;-)

Jean