
Um es vorauszuschicken. Das Essen in der Anstalt ist gut. Also, gut im Sinne von: So gut wie man es mit Pfeffer und Salz halt hinbekommen kann. Aber von beidem auch bloß nicht zuviel.
Nein wirklich: Das Essen ist gut. OK, die Entdeckung einiger exotischer Gewürze und Kräuter hat sich vielleicht noch nicht bis hierhin herumgesprochen. Aber schließlich weiß man ja auch, daß diese Dinge meist auf dem Seeweg zu uns gelangen. Und wir sind hier echt weit weg vom Meer.
Ich kann es nur wiederholen: Das Essen ist echt gut. Ich persönlich würde hier und da vielleicht etwas Chili, Paprika, Koriander, Kreuzkümmel, Kardamom, Anis, Fenchelsaat, Lorbeerblätter, Nelken, Wacholderbeeren und für ganz mutige Stunden eine erlesene Currygewürzmischung verwenden. Aber sonst…
Gerüchten zufolge wurden auch jüngst erste Vorkommen an Rosmarin, Thymian, Oregano, Salbei und Basilikum gesichtet. Aber die werden gerade noch in Langzeitstudien auf ihre Genießbarkeit geprüft. Hört man.
Jedenfalls gelüstet es einen – trotz des wirklich guten Essens (daß mir da keine Missverständnisse aufkommen)- hier und da nach etwas ‘anderem’. Es empfiehlt sich also, vielleicht gerade am Wochenende, einen kleinen Ausflug über die Grenze zu machen, um die kulinarischen Kostbarkeiten unserer österreichischen Nachbarn zu testen.
Naja, besser sollte man vielleicht sagen, die Möglichkeiten zu nutzen, die sich bei unseren weltoffenen Nachbarn bieten. Denn ich möchte hier nicht die womöglich zu waghalsige These verbreiten, daß Tom Yum Gung, Massaman Curry oder Chicken Vindaloo direkt der hochgelobten Küche unserer lieben Alpenmitbewohner entsprungen sind.
Jedenfalls kann ich dem geneigten Leser das thailändische Lokal ‘Bangkok’ in Salzburg nur ans Herz legen. Gleichzeitig möchte ich mich für die Einfallslosigkeit der Namensgebung im Namen derer entschuldigen, die eben jene verbrochen haben. Aber immerhin genügen geografische Grundkenntnisse, um eine gewisse Ahnung zu haben, welche Länderküche einen hier wohl erwarten könnte. Und die ist vortrefflich !
Ebenso empfehlen möchte ich -ebenfalls in Salzburg- eine Speisegaststätte namens ‘Carpe Diem’. Die Herrschaften haben sich (nicht ganz ohne die Mithilfe der großen Red Bull Familie) darauf spezialisiert, aus klassischen Hauptgerichten ein Fingerfood zu basteln. Und dies dann auch gerne in einer Art Eiswaffel (Cone) zu servieren. So bekommt man dann gerne ein Bällchen Tartar in der Waffel, oder die Entenbrust mit Blaukraut und Apfeltasche, gebratene Jakobsmuschel auf Topinambur in der Waffel, etc. etc….
Bei dem obigen Bild handelt es sich übrigens um die extravagante und leider unscharfe Variante eines Hamburgers mit Pommes Frites und Ketchup….
Manchmal muß man einfach Prioritäten setzen: Warmes Essen oder scharfes Bild 
In dem Fall war die Wahl einfach.
Unbedingt probieren !
Bon Appetit !
Und bis bald !