Published Juli 12th, 2012

Berlin (Part II: Kreuzberg)

Freitag lassen wir es sehr entspannt angehen. Wir fahren mit der Bahn zum “Kotti” und lassen uns erstmal gemütlich in einem der wundervollen Cafes am Maybachufer nieder. Dann wagen wir den Weg über die Brücke des Landwehrkanals und haben ein etwas mulmiges Gefühl: Wir wollen zum Türkenmarkt, den wir von unserem letzten Besuch vor einigen Jahren in bester Erinnerung haben.

Nun hat sich in Kreuzberg und Neukölln vieles verändert, und wir sind ein wenig skeptisch, ob der Markt nicht viel von seinem Charme verloren hat. Doch unsere Sorgen sind unbegründet. Alles ist noch fast so wie in unserer Erinnerung: Tolle Stände, Riesenauswahl, faire Preise, nette Menschen, feine Atmosphäre, kulinarische Köstlichkeiten. Nach türkischen Hefekringeln zum Frühstück gibt es frische, gebackene Kochbananen mit scharfer Ingwersauce aus Ghana.

Wir landen an dem Gewürzstand von Herrn Charaf aus Indien. Was soll ich sagen: Hier sollte “Schuhbecks ihr Fonsi” mal in die Lehre gehen. Die meisten Gewürze sind leider, bis sie in unseren Breiten landen, nicht mehr wirklich aromatisch. Nicht so bei Herrn Charaf. Uns bietet sich ein nie erlebtes Feuerwerk an Aromen. Wir erstehen eine ca. 60cm lange Zimtstange aus Vietnam, deren Intensität uns aus den Schlappen haut, und sonst noch “ein paar Kleinigkeiten”…

Unser Weg führt uns weiter nach Neukölln (bislangwaren wir in  Kreuzkölln, wie man mittlerweile das Grenzgebiet der beiden Stadtteile um den Reuterkiez bezeichnet). Es ist verwirrend. Ist man gerade noch in “Klein-Istanbul” so findet man nur eine Ecke weiter eine Seitenstrasse wie am Glockenbach. Mit (etwas zu) netten Cafes und (etwas zu) trendigen Kneipen und (etwas zu) coolen Leuten. Um die nächste Ecke steht man dann wieder vor Wettbüros, Dönerläden und kleinen, düsteren Teestuben mit ausnahmslos männlicher Kundschaft. Was soll man davon halten? Ist das nun der besondere Charme des Viertels? Oder ist das vielmehr auch nur Indiz der Gentrifizierung? Die Süddeutsche Zeitung hat vor kurzer Zeit einen wunderschönen und sehr traurigen Artikel dazu veröffentlicht: “Liebling Kreuzberg: („Klein Istanbul“ nennen die Türken ihren Kiez in Berlin. Aber ist er noch ihr Kiez? Viele müssen wegziehen, weil ihre Heimat den Reicheren lieb und teuer geworden ist…..)”. Leider ist der Artikel online nicht mehr aufrufbar. Hier wird das ganze Dilemma eines sterbenden Stadtteils sehr anschaulich dargestellt.

Nach einer ausgedehnten Runde landen wir wieder am “Kotti” und haben uns einen weiteren kulinarischen Hochgenuss verdient. Denn hier gibt es  – und da lege ich mich fest – den BESTEN DÖNER DER WELT. Tadim ist eine Institution. Und wird es auch hoffentlich noch lange bleiben. Wer hier einmal das frisch gesäbelte Fleisch in Kombination mit fein angemachten und abgeschmeckten Salaten in frisch gebackenen Fladen geniessen durfte, der steht den meisten Mitbewerbern fortan eher skeptisch gegenüber. Dazu gibt’s ordnungsgemäss wohltemperiertes Ayran und ein Plätzchen an der Sonne.

Wir beenden unseren Kreuzberg Ausflug und kehren zurück nach Charlottenburg. Hier lassen wir den Tag ausklingen wie wir ihn begonnen haben: Entspannt. Dabei gibt es viel Gesprächsstoff dank der vielen Eindrücke.

Mir blühen lediglich noch 2 Überraschungen: Zuerst bin ich gelinde gesagt etwas schockiert, als mir erst auf der Kantstrasse ein Wolpertinger (!) begegnet. Und dann sitzen wir beim Thai ums Eck (womit wir wieder bei meiner Theorie wären: Es gibt in Berlin einfach die deutlich besseren Asiatischen Restaurants zu deutlich faireren Preisen…) und ich plötzlich meinen Augen nicht traue, als passend zu meinem Phad Thai ein TukTuk ums Eck biegt… Leider habe ich davon kein Bild – aber es war da- ganz ehrlich – und ich habe Zeugen!

Der Samstag verläuft ohne nennenswerte Vorkommnisse. Unser traditioneller Besuch beim Inder ist ein klein wenig enttäuschend: Sorry Spice India, aber da hattest Du beim letzten Mal mehr drauf… Dann werden unsere Aktivitäten durch einen heftigen – und etwas längeren -Platzregen etwas eingeschränkt. Aber das ist gar nicht weiter schlimm. Berlin hat sich wieder einmal gelohnt. Und bestimmt finden wir auch nächstes Jahr wieder einen Grund für einen Besuch.

Published Juli 11th, 2012

Berlin (Part I: Pearl Jam)

Es geht Schlag auf Schlag. Gerade vom grandiosen Offroad Wochenende erholt, steht das nächste Highlight an. Nachdem sich Schalke leider nicht fürs Pokalfinale empfehlen konnte (statt dessen durfte ja heuer der Faschingsclub aus dem Nachbarort in seinen albernen Bienenkostümen auftreten) und auch U2 sich gerade nicht auf Tournee befinden, liefern uns PEARL JAM einen willkommenen Grund für den diesjährigen Trip in die Hauptstadt. Bei Kaiserwetter darf der Wrangler “oben ohne” auf die Strasse und nach einem kurzen Zwischenstopp in Ingolstadt (jaja…) kommen wir ohne grössere Zwischenfälle in unserem Hotel in Charlottenburg an.

Nach der langen Fahrt haben wir uns einen kleinen Snack bei Mr. Hai & Friends verdient – und dazu gibt’s ein wohlschmeckendes Tiger. Jeder, der einmal in den zweifelhaften Genuss von Schultheiss und/oder Berliner Pils gekommen ist, weiss ein solches Erzeugnis fernöstlicher Braukunst sehr zu schätzen.

 Am darauffolgenden Morgen machen wir die erste wunderbare Entdeckung gleich ums Eck: Der Kuchenladen –zaubert nicht nur grandiose Kuchenkreationen aus dem Ofen (die Tiroler Apfeltarte ist eine Legende), sondern bereitet dazu noch einen fantastischen Kaffee zu.

Gestärkt und wohlgelaunt treiben wir uns ein wenig in “Mitte” herum, bummeln durch lustige Läden (viele davon provisorisch und nur wegen der Fashion Week) und freuen uns auf den Mittagstisch im Thai Inside. Nein, wir sind nicht nur zum Essen in Berlin, aber ein paar Anlaufstationen haben sich einfach brutal bewährt. Ausserdem hat Berlin einfach einen grossen Vorteil gegenüber München: Es ist eine ECHTE Großstadt mit einer ECHTEN asiatischen Community. Da muss man wohl als Betreiber eines Thai-, Vietnam, China- oder Indischen Restaurants schon anders an die Sache herangehen, als wenn man – wie in München – letztlich nur für den bajuvarischen Gaumen kocht.

 Es wird Zeit, nach einem kurzen Abstecher im Hotel, die Reise zur Konzertlocation anzutreten: Der O2 World. Charlottenburg hat sich auch deshalb sehr bewährt, weil die Anbindung ziemlich optimal ist. So besteigen wir die S-Bahn und können durchfahren bis zum Ostbahnhof. Unterwegs haben wir – wie meist in der Hauptstadt – eine mehr oder weniger gelungene musikalische Untermalung der Fahrt. Diesmal haben wir Glück: Der junge Punk in unserem Abteil kann tatsächlich ein paar Akkorde auf der Gitarre spielen ohne sie kaputt zu machen. Dazu singt er ein lustiges Lied von arbeitsscheuen Menschen. Die letzte Textzeile lautet “Ich mach’ nicht mit in Eurem Karnevalsverein…”. Grenzwertig. Aber wenigstens ehrlich…

 

Angekommen bei der O2 World bietet sich uns ein zwiespältiger Eindruck: Einerseits ist das ein beeindruckender Bau mit einer grandiosen Verkehrsanbindung (über Ostbahnhof und Warschauer Strasse werden sämtliche Optionen des Öffentlichen Nahverkehrs ausgenutzt, dazu kommt sogar der Wasserweg über die Spree). Es gibt trotz Ausweiskontrolle (personalisierte Tickets) kaum Wartezeiten. Auch die Getränkeversorgung scheint gut organisiert zu sein.

Hier kommen wir aber auch schon zum ersten Kritikpunkt: Die Qualität lässt sehr zu wünschen übrig. Das haben nicht nur wir erkannt, sondern auch die Fans der hier ansässigen Eisbären Berlin, was vor einiger Zeit sogar zu Demonstrationen führte. Überhaupt gibt es, wie bei solchen Grossprojekten üblich, genug Anlass zur Kritik: Abgesehen von der Gentrifizierung der umliegenden Kieze und anscheinend prekären Arbeitsbedingungen wurde auch ein Teil der denkmalgeschützen Hinterlandmauer East Side Gallery abgerissen. Nicht umsonst haben die Berliner dem Klotz sehr bald den Spitznamen “Kotzbrocken” verpasst.

  

Doch nun zum eigentlichen Grund unseres Besuchs: Bereits zum letzten Stück des Supports “X” lässt es sich Mr. Eddie Vedder nicht nehmen, die Herrschaften gesanglich zu unterstützen. Gegen 21.00 Uhr ist es dann soweit: Die Herren Vedder, Ament, Gossard, McCready, Cameron und Gaspar betreten zu den Klängen von Philip Glass’ “Metamorphosis” die Bühne und zeigen mit ihrem Opener “Oceans” vom legendären TEN Album gleich mal, wo der Bartel den Most holt (wie man in Seattle zu sagen pflegt). Ein Konzert mit einem Song zu beginnen, den man seit 1996 gar nicht mehr in Europa gespielt hat, zeugt doch von einer gewissen Flexibilität. Bereits der dritte Song ist dann “Animal” und macht einem klar, was diese Band für ein Repertoire im Gepäck hat. Eddie ist redselig und gut gelaunt, erzählt von seinem ausgiebigen Besuch im Ramones Museum und stellt fest, dass wir uns auf dem 999. Pearl Jam Konzert befinden…  Matt Cameron merkt man seine Doppelbelastung keineswegs an (er spielt nebenher in einer Nachwuchscombo namens SOUNDGARDEN) und Mike McCready spielt feine Soli – gerne auch mal überkopf. Die Akkustik im “Kotzbrocken” ist gar nicht so schlecht wie befürchtet, und selbst die meist leeren VIP-Lounges können der feinen Stimmung nichts anhaben. ”Go” beendet den ersten Teil des Konzerts, der mit einer Coverversion von Pink Floyds “Mother” seine Fortsetzung in der ersten Zugabe findet. Nach einem ruhigen Teil (Just Breathe, Nothingman, Better Man…) verabschiedet sich die Band erneut um mit “Blood” ein weiteres Frühwerk (in diesem Fall von Vs.) zum Besten zu geben. “Alive” beendet das Konzert vermeintlich. Doch auch wenn die Hallenbeleuchtung schon angeht, so lassen sich die Herrschaften davon nicht abhalten auch noch ein weiteres Cover (The Who’s “Baba O’Riley”) und das finale “Yellow Ledbetter” zu kredenzen. Nach weit über 2 Stunden Spielzeit und total 30 Songs geht ein grosser Konzertabend dann doch zu Ende. Während des Auftritts wird mir irgendwann klar, dass ich genau halb so alt wie heute war, als ich Pearl Jam zum ersten Mal gesehen hab. Irgendwie krass. Damals hatten sie gerade ihr erstes Album “Ten” herausgebracht und spielten als recht unbekannte Combo auf dem “Ring” -an einem Freitag Abend. Dazu gab es Korea aus dem Kanister. Stilecht. Heute gibt es einen wohltemperierten Gin Tonic (Ihr wisst schon: Das Berliner Bier GEHT GAR NICHT..). Wie sich die Zeiten ändern…

Fortsetzung folgt…

 

Links:

Die komplette Playlist

Konzertkritik von INTRO

Published Mai 26th, 2011

Berlin, Berlin, wir waren in Berlin…!!

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Donnerstag Nachmittag: Tasche einladen, Dach aufreissen, Musik aufdrehen –ab nach Berlin.

Mit Bosse,  den Crookes und Glasvegas verkürzen wir uns eine unspektakuläre Fahrt in die Bundeshauptstadt.

Einchecken im Art’otel zu Charlottenburg. Das Hotel ist, solange man nicht an Paranoia leidet, durchaus zu empfehlen. Ansonsten könnte man sich nach einer Weile von Andy Warhol verfolgt und beobachtet fühlen…

Leider kann ich Frau Zeininger nicht mehr zu einem spontanen Konzertbesuch bewegen – dabei hatte ich mir das mit den Rifles in einem Kreuzberger Club so nett ausgedacht – aber ich will sie ja auch nicht überfordern… Stattdessen suchen wir einen altbewährten Vietnamesen am Savignyplatz auf. Das Essen in dem Laden ist großartig. Der einzige Nachteil ist, dass man auf einer Fläche für 20 Tische mal eben 40 plaziert. Aber mit dieser Unart sind sie ja nicht alleine auf der Welt. Und bei den Charlottenburger Mieten kann man es ja auch ein Stück weit verstehen. So kommen wir zu dieser klassischen Situation: Man sitzt am Tisch, versucht sich ungestört zu unterhalten, und je mehr man es zu ignorieren versucht, umso mehr verfolgt man auch das Gespräch am Nachbartisch.

Da referiert ein Mensch eine geschlage Stunde darüber, wie gut seine frisch gereinigten, teuren Anzüge riechen, wenn er sie aus der Folie reisst… eine ganze Stunde. Sein weibliches Gegenüber ist -nach anfänglicher Abstinenz- mittlerweile beim dritten Mai Thai angekommen. Er zieht den Spannungsbogen geschickt zu seiner angestrebten Rechnungswesenfortbildung (ich zitiere: Basejumping klingt vielleicht spannender, aber dieser Kurs bringt mich beruflich ECHT weiter…).

Die Dame seiner Wahl bestellt einen neuen Cocktail ehe unser Held zurück zu seinem Lieblingsthema kommt… Wir gehen dann irgendwann, deshalb kann ich vom Ausgang dieser Geschichte nicht berichten. Das Letzte was ich beim Verlassen des Lokals höre ist “Anzug” und “noch ein Mai Thai, bitte…”

Freitag ist ausschlafen angesagt – gefolgt von einem netten Kaffee am Ludwigkirchplatz.

Ein wenig bummeln durch Charlottenburg. Spontaner Besuch der Herb Ritts Ausstellung bei Camera Work auf der Kantstrasse (hier landen wir irgendwie IMMER, wenn wir in Berlin sind… toller Laden !!).

Wir streunen weiter zum Optiker unseres Vertrauens (es gibt schon ein paar Dinge, fuer die sich ein Berlintrip lohnt, ja, doch…)

Ein wenig hungrig landen wir bei Spice India in der Uhlandstrasse zum ordnungsgemaessen Curry Test. Wir stellen fest: Den nehmen wir in unsere Liste auf – saustark !!

Wir lassen uns durch “Mitte” treiben.

Die vorherrschenden Farben sind mehr und mehr Blau und Weiss. In einem Sandwichladen entdecke ich grossartige Dinge: Einen Kuehlschrank mit Tegernseer Spezial. Wer kann dazu schon “nein” sagen ?!

Und da der Mensch nicht vom Curry allein lebt, verbingen wir den Abend beim wunderschoenen “Thai Inside“.

 Samstag ist ausschlafen angesagt (Deja Vu) ehe wir zu einem lustigen Termin der etwas anderen Art aufbrechen: Bei unserem letzten Aufenthalt in Berlin haben wir ein extrem nettes Fotostudio gefunden.

Und da mein Reisepass gerade “am ab am laufen” ist… Ein Souvenir der anderen Art.

Langsam macht sich Nervoesitaet breit und wir schlendern ueber den Ku’damm Richtung Gedaechtniskirche. Schon von weit her hoeren wir es: “Koenigsblauer Ess Null Vier…” Zur Mittagszeit haben sich hier bereits ca. 10 000 Schalker zum Fanfest vom Hauptsponsor eingefunden. Volksfeststimmung.

Hierdurch angemessen eingestimmt geht’s noch einmal zurueck ins Hotel: Ruestzeug anlegen !!

Nach einer kleinen Staerkung (also dieser Inder…) geht’s weiter zum Treffpunkt – irgendwo im Gestruepp – noch hinter dem Olympiastadion liegt die Waldschaenke.

Hier treffen wir auf einen Haufen Bekannte, auf ebensoviele noch Unbekannte, auf jede Menge Schultheiss, auf Currywurst ohne Ende und auf Kraenze voller Kuemmerling … Irgendwann geht’s los zum Stadion. Jetzt hilft auch die ganze Ablenkung kaum noch. Ich fuehle mich, als muesste ich selbst spielen…

Vorbei am Marathon-Tor marschieren wir Richtung Gegentribuene und nehmen unsere Plaetze ein. Was fuer eine Stimmung. Wir hatten ja schon viel von der besonderen Atmosphaere bem Pokalfinale gehoert, aber die Wirklichkeit uebertrifft alle Vorstellungen. Unglaublich ! Irre !! Ganz besonders !!!

Einen detaillierten Spielbericht erspare ich Euch an dieser Stelle. Nach einem holprigen Beginn hat Schalke das Ding ziemlich souveraen nach hause geschaukelt.

JA, OK: WIR HABEN DIE ZEBRAS VOM PLATZ GEFEGT ! ZURUECK IN DEN ZOO !!

Wie auch immer: Die Emotionen gegen Ende des Spiels, beim Abpfiff und auch danach, kann nur nachvollziehen :

  1. wer ein echter Fussballfan ist (somit sind auch ca. 70% der Bayernanhaenger raus…sorry)
  2. wer schon einmal im Stadion einen Titel gewonnen hat, den man ihm einige Minuten spaeter wieder weggenommen hat (ja, ich war am 19.05.2001 im Parkstadion dabei…)

 

Irgendwann geht’s weiter zu einem eher gemuetlichen Ausklang. Runterkommen. Verarbeiten.

So ganz zu Ende sind die Feierlichkeiten jedoch noch nicht. Auf unserem Heimweg, den wir zu vorgerueckter Stunde zu Fuss antreten (so gross kann dieses – aehm – Dings – aehm – Berlin – ja nicht sein…) stossen wir nach einer Weile wieder auf den Ku’damm. Und da ist es wieder: ein Volksfest in Blau und Weiss !! Im Stadion waren schaetzungsweise 30 000 Schalker. Und nun hat man den Eindruck, sie waeren ALLE vom Stadion hierher zum feiern gekommen. Wahnsinn. An einigen Stellen kommt man sich vor wie sonntags auf der Wiesn: Kaum ein Durchkommen !!

Sonntag ist ausschlafen angesagt (das hammer uns jetzt aber auch verdient…).

Nach einem gemuetlichen Fruehstueck am Ludwigkirchplatz in der Sonne ist Aufbruch.

Doch der Aufbruch gestaltet sich schwieriger als geplant: Bedingt durch die Berliner Autofahrer, das Radrennen, die Berliner Autofahrer, die Baustellen, die Berliner Autofahrer, den Sonntagsstau und die Berliner Autofahrer brauchen wir geschlagene 90 Minuten, bis wir endlich aus dem Stadtgebiet herausfahren. 5 Stunden spaeter sind wir zu hause: K.O. – aber gluecklich.

PS: Vielen, vielen Dank an den/die Menschen, die uns das ermoeglicht haben. Besonders einem ganz feinen Kerl in Berlin moechten wir danken, der uns -nicht erst an diesem Wochenende- sehr ans Herz gewachsen ist !