Published Mai 4th, 2010

Siam Diary 2010

Viel passiert. Superschöne Zeit verbracht. Erst coole Tage in Bangkok – da war es noch ruhig, aber es brodelte schon. Die ersten Demos waren im Gange. Aber sie erinnerten noch mehr an Straßenfeste als an Krawalle. Alles wirkte noch sehr entspannt. Wie schnell sich das ändern sollte…

Gerade rechtzeitig aus Bangkok verabschiedet (mal wieder). Hinter uns wurde quasi die Straße gesperrt und die Chaostage begannen…

Schönen kurzen Flug zum Krabi Airport, wo unser Gastgeber der nächsten Zeit bereits auf uns wartete. Basics erkunden. Das Meer ist wo es hingehört (in diesen Gefilden ja auch nicht immer selbstverständlich…) und die Garküchen produzieren ebenfalls auf höchstem Niveau. Perfekt.

Zum Songkran ein Plätzchen auf einem Wagen ergattert und mit 1000 Verrückten Einheimischen und Touristen Parade gefahren. Klasse.

In der nächsten Zeit viel erlebt, Freunde getroffen, Tiere live gesehen (freiwillig & unfreiwillig), viel Moped gefahren, Ausflüge gemacht (kleine & große), viel geschlemmt und relaxed.

Kleiner Wermutstropfen: Von der Songkrantour bissl viel Wasser im Ohr mitgebracht, was mit etwas Verspätung zu einer Mittelohrentzündung führte. Aber Dr. Somboon hats wieder hingebogen. Derweil sorgte in Europa eine gewisse “Aschewolke” für Furore. Zwischenzeitig steigt die Hoffnung, dass man den Urlaub “gezwungener Maßen” verlängern muss…

Letztlich mussten wir denn aber doch in den Flieger steigen – trotz Aschewolke und Mittelohrentzündung..

Und rückblickend war es trotz ein paar negativen Einflüssen eine fantastische Zeit.

Published Juli 25th, 2009

Songkran

Songkran (Wan Songkran) ist das traditionelle Neujahrsfest nach dem Mondkalender in Thailand und Laos. Es ist heute datiert auf den 13. bis 15. April. Früher hatte es kein festes Datum und fand ursprünglich zur Frühlingstagundnachtgleiche statt, ist dann aber wegen Vernachlässigung der Präzession zum heutigen Termin gewandert.

Das Wort „Songkran“ stammt aus dem Sanskrit und bezeichnet den Übergang der Sonne von einem Tierkreiszeichen in das nächste.

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Andere traditionelle Elemente dieses Feiertages:

  • Junge Leute besuchen Familienmitglieder der älteren Generation, um ihnen Respekt zu erweisen, indem kleine Mengen von Wasser über ihre Hände gegossen werden. Das Wasser wurde vorher mit Jasmin-Blüten versetzt, um es wohlriechend zu machen.
  • Die Gläubigen tragen kleine Mengen von Sand in die Tempel, um ihn dort im Vorhof zu chedi-artigen Pyramiden aufzuhäufen. Die Sand-Chedis werden oft mit bunten Fähnchen dekoriert. Der Sand soll den Staub wieder an den Ursprungsort zurückbringen, den die Gläubigen im Laufe des Jahres an ihren Schuhen haftend von dort weggetragen haben.
  • Generell gesehen ist Songkran die Zeit der Säuberung und Erneuerung. Viele Thais unterziehen aus diesem Anlass ihre Wohnungen einer General-Reinigung.

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Die rituellen Waschungen haben sich im Laufe der Geschichte dahingehend entwickelt, dass zu Songkran sich alle Personen gegenseitig mit Wasser übergießen. Dieser Brauch, der bereits vor dem eigentlichen Fest beginnt und auch über es hinausgeht, wird vor allem in größeren Städten exzessiv betrieben. Es entstehen auf den Straßen spontan regelrechte Umzüge von offenen Wagen, auf denen die Feiernden gefüllte Wassertonnen (häufig auch mit Eisblöcken) transportieren, um Wasserpistolen, Eimer und Flaschen immer wieder nachzufüllen. Außerdem wird man mit (Baby-)Puder oder Talcum bestäubt, bzw. im Gesicht damit bemalt.

In größeren Städten und in den Touristikzentren liefert man sich wahre Wasserschlachten, hierbei wird keinerlei Rücksicht auf etwaige Touristen genommen, ganz im Gegenteil. Es ist mehr oder weniger unmöglich, auch nur 500 Meter auf einer Straße zu gehen, ohne nass zu werden.

Da zu Songkran auch exzessiv Alkohol konsumiert wird, kommt es zu einem drastischen Anstieg von Unfällen (insbesondere im Straßenverkehr), bei denen jedes Jahr etwa 30.000 Personen verletzt werden und ca. 500 Personen zu Tode kommen.

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Die Fotos stammen aus Aonang/Krabi, wo das Fest zwar ausgelassen, aber auch noch gesittet gefeiert wird. In gewissen Hochburgen wie Chaweng/Koh Samui, Phuket und auch in Teilen Bangkoks nimmt das ganz andere Züge an…. Und gerade die Touristen sind nicht unschuldig daran. Es gibt sogar den Begriff der “Songkran Hooligans” in diesem Zusammenhang…