Archive for the ‘fotos’


Published Januar 23rd, 2009

Symbolik

Aufgabenstellung: 3 Fotos zum Thema Symbolik – das lässt einem viele Möglichkeiten. Symbole gibt es überall: Im wahrsten Sinne des Wortes an jeder Ecke. Aber ein wenig spannender als das Stoppschild, die Waschanweisung in meinem Hemd oder der Gockel auf dem Kirchturm sollte es schon sein…



Published Dezember 21st, 2008

“Zwischenprüfung”

Es ist soweit: Zwischenprüfung !

Aufgabenstellung:

Porträt eines Berufsbildes für die Zeitschrift MARE.

Es sollte auf eine Seite/ Doppelseite passen – da verbieten sich Wiederholungen.

Mindestens ein Gesicht muss zu sehen sein – der Rest kann auch das Produkt der Arbeit zeigen.

Was ist da zu tun ?!

Erstmal schau ich mir die MARE unter dem Aspekt an, was die Fotografen da sonst so zaubern.

Sehr erfreulich: Es gibt ganz unterschiedlichste Herangehensweisen: Unterschiedlich in Stil, Farbe und Aussage.

Zweiter Gedanke:

Wen könnte man porträtieren ?! Mir fällt auf, wie wenig Menschen ich kenne, die Ihre Geld

NICHT in irgendeiner Form am Schreibtisch verdienen. Besonders in München. Schwierig.

Und ein charakteristischer, 90jaehriger Hufschmied oder ein Schreiner mit 8 Fingern ist

auch in meinem entfernten Bekanntenkreis leider nicht zu finden…

Was also nun ?!

Es bleibt mir nichts übrig als mir einen Tag frei zu nehmen – denn abends fotografieren

würde die Motivwahl NOCH MEHR einschränken- und eine Exkursion durch München zu unternehmen.

Außendienst.

Im Weihnachtsgeschäft hat natürlich nicht gerade jeder Lust und Nerv auf eine Fotosession.

Das bestätigt sich bald. Dazu kommen noch die Menschen, die es sich zur Lebensaufgabe gemacht haben, auf möglichst keinem Foto verewigt zu werden – oder die unbedingt erst zum Friseur müßten.

Aber bald kommen auch erste Erfolgserlebnisse. Einige spielen voll mit. Andere lassen sich nach

einigen Überredungskünsten auf die Sache ein. Bald sind die ersten Portraits gemacht.

Aber so ganz zufrieden bin ich nicht.

Da kommt mir Jean in den Sinn. Jean-Yves Lothimonier. Der Inhaber und Koch eines der besten Fischrestaurants in München. Und außerdem ein guter Typ und ein sehr netter Kerl.

 Jean 

Also gehe ich den natürlichen Weg und reserviere zum frühstmöglichen Termin einen Tisch in seinem Laden, weil dann – so hoffe ich – ein wenig Zeit bleibt für einen Plausch und ein paar Fotos.

Außerdem spricht nichts dagegen “Arbeit” und Vergnügen zu verbinden.

Der Plan geht auf: 18:00 Uhr betrete ich seinen Laden und schleiche gleich mal hin zu ihm mit meinem Anliegen.

Und Jean spielt mit “Aaaaah oui – kommst Du in die Küche – machen wir eine bisschen Zirkus –kein Problem…”

Jean 

Jean findet sichtlich Gefallen an der Sache. Auch wenn er einfach nicht ruhig stehen kann.

Er ist es gewohnt pausenlos in seiner Küche umher zu wuseln. Das macht die Sache ein wenig schwierig, aber auch spannend und authentisch.

Ich fotografiere ihn mit der Canon 40D und dem EF-S 17-85 IS USM, dazu Canon Systemblitz und Bounce.

Die Küche ist sehr eng, so dass wir teils trotz relativ kurzer Brennweite von “hinten rechts unten” nach

“vorne links oben” oder so ähnlich fotografieren müssen, um den guten Jean einigermaßen aufs Bild zu bekommen.

Im Grunde ist es aber auch genau diese Pose, die ich mir u.a. vorgestellt habe, und die am Ende auch

zu meinem Favoriten wird. Außerdem fotografieren wir bei der Arbeit – in action quasi- und natürlich

die Resultate seiner Küche.

 Jean 

Aus verschiedenen “Food-Fotos” habe ich letztendlich die Austern ausgesucht, weil die Biester irgendwie doch am fotogensten waren – und gerade in schwarzweiß wirken sie.

Sie stehen für die Frische der Produkte, verkörpern den salzigen Geruch, und vervollständigen wunderbar die Serie.

Was bleibt zu sagen ?

Merci beaucoup mon ami Jean.

Und – ach ja – ich glaube, ich habe bestanden ;-)

Jean 

 

Published August 11th, 2008

Santorini

Im Süden der Kykladen, etwa 100km nördlich von Kreta, liegt ein kleines Archipel namens Santorini. Die Hauptinsel Thira mit ihren vielleicht 15 000 Einwohnern hat eine sichelförmige Gestalt und bildet mit ihren gegenüberliegenden Schwesterinseln Thirasia und Aspronisi einen Krater – die Caldera. Die beeindruckenden Steilküsten fallen bis zu 300m senkrecht zum Meer ab und am Kraterrand gleichen die Ortschaften schneebedeckten Gipfeln. Angeblich gibt es auf Santorini mehr Esel als Menschen. Und nicht wenige bringen die Insel immer wieder mit der Legende von Atlantis in Verbindung…

   Auf der anderen Seite der Insel liegt Perrissa (Perissa) an einem langgezogenen Lavastrand. Der Ort ist beliebt bei Rucksacktouristen, Individualtouristen und leider auch vermehrt bei Pauschaltouristen. Doch bislang hat er seinen Charme bewahrt. Viele Tavernen sind seit Jahrzehnten Familienbetriebe und nur die öfter wechselnden trendigen Bars am Strand zeugen von dem Konkurrenzkampf der Haupteinnahmequelle der Insel – nachdem die letzte Tomatenfabrik geschlossen wurde…- dem Tourismus. Eine dieser Tavernen ist “The Volcano”. Hier kann man sich davon überzeugen, dass die griechische Küche deutlich mehr zu bieten hat als pampiges, neutral schmeckendes Moussaka. Offensichtlich werden hier nur beste und frische Zutaten verwendet und liebevoll zubereitet. Die Taverne wird seit 20 Jahren von den Brüdern Giannis und Mehmet geführt. Die Damen des Hauses zaubern griechische Köstlichkeiten auf den Tisch. Die Söhne Orhan, Yilmaz und Irfan kümmern sich mit ihren Vätern freundlich um die vielen Gäste (hier ist selbst voll wenn woanders gerade eine Handvoll Gäste speist). Die Familie arbeitet 16 Stunden am Tag. Im Sommer. Auf die Frage, was sie denn im Winter machen, kommt grinsend die Antwort: “Schlafen !” Ein anderes Urgestein ist Spyros. Der Bäcker an der “Hauptstrasse” wirbt mit handgemachtem Brot und ein Blick in seine Backstube ist ein erfreulicher Kontrast zu dem, was man von Bäckerketten hierzulande mittlerweile gewohnt ist. Außer den verschiedensten Brotsorten hat Spyros jedoch noch ein anderes As im Aermel: Seine Suessigkeiten! Vom hervorragenden Baklava bis hin zu einer Koestlichkeit, die man annaehernd mit Cremeschnecken beschreiben koennte gibt’s hier alles, was den Aufenthalt zu einem kulinarischen Highlight und einem kalorienmaessigen Desaster macht. 2749449208_2aa600bb04.jpg Wer sich zur Unterkunft gegen ein Hotel und fuer ein Appartment entscheidet wird evtl. bald die Bekanntschaft von Francesco machen. Francesco ist 2 Jahre alt –Aussehen und Benehmen liessen eher auf 5 schliessen – und hat die Ira Studios fest im Griff. Auch wenn auf dem Papier Nikita und Flora das Sagen haben, so ueberzeugt einen Francesco bald vom Gegenteil. Wie auch immer – man muß den kleinen Racker moegen – und er arbeitet eifrig an seiner multilingualen Kommunikation.  Es waere durchaus verstaendlich, wenn an dieser Stelle eine gewisse Saettigung eintritt (der sogenannte DIA-Vorfuerhungseffekt). Aber der Vorteil dieses Mediums ist, dass man ja einfach die Seite schliessen oder wechseln kann. Fuer diejenigen, die sich zum Abschluss davon ueberzeugen wollen, dass man die Zeit auf Santorin auch wirklich geniessen kann, gibt es hier eine kleine Zugabe.

Published Juni 30th, 2008

Finale mit Harry

 29.Juni 2006, Fußball Europameisterschaft, Finale in Wien. Deutschland trifft auf Spanien. 30 Millionen Menschen werden in Deutschland vor dem TV sitzen. Zusätzlich werden Hunderttausende beim Public Viewing mitfiebern. Einer davon ist ist unser aller Lieblings-C-Promi Harry Kraemer.  Wir dürfen Harry an seinem „großen Tag“ begleiten. Wir begleiten ihn bei der Wahl des richtigen Outfits, beim “Anlegen des Make-Ups”, wir sehen seinen Glückskranz aus dem Portugalspiel, wir fühlen und leiden mit ihm. Wir dürfen dabei sein, wenn Harry sich von spanischen Senoritas trösten läßt und ein letztes Augustiner zum Vergessen zu sich nimmt. Thx to Harry für seine unglaubliche Performance & to Bogi für eine Menge coole Tipps. Siehe auch BR-Online

Published Juni 24th, 2008

Der Eisbach zu München

Der Eisbach als linke Ableitung der Isar ist der stärkste Bach im Englischen Garten in München.

Der Bach gehört zu einem Verbund von Stadtbächen, die sämtlich aus der Isar gespeist werden und größtenteils unterirdisch die Münchner Altstadt und das Lehel durchfließen. Er tritt am südlichen Rand des Englischen Gartens in unmittelbarer Nähe des Hauses der Kunst zutage. Gut 2 km weit fließt er im Osten der Parkanlage parallel zur Isar und mündet etwa 500 m unterhalb der John-F.-Kennedy-Brücke von links in den Fluss zurück.

Eine Steinstufe an der Austrittsstelle des sehr wasserreichen und schnell fließenden Eisbaches erzeugt ganzjährig eine etwa halbmeterhohe „stehende“ Welle, die von Kanuten und Flusssurfern genutzt wird und bei Wellenreitern auch international bekannt wurde. Offiziell ist Baden und Surfen im Eisbach jedoch wegen Unfallgefahr verboten.

Die Eisbach-Surfer im englischen Garten haben sich längst zu einer Münchner Touristenattraktion gemausert.
Amerikanische Reiseführer lotsen ihre Leser zur Brücke an der Prinzregentenstraße neben dem Haus der Kunst, die Surfer sind Stadtrundfahrten einen Stopp wert, und der Münchner Wellenschlag ist inzwischen sogar weltweit zu hören – im Videoportal „YouTube“ gibt es mehrere Clips mit den Stunts der Eisbach-Surfer, anfeuerndes Johlen der Zuschauer inklusive.
Damit könnte es bald vorbei sein.
Die für den Englischen Garten zuständige staatliche Schlösser- und Seenverwaltung plant, künftig das Surfen auf dem Eisbach – das bislang zwar nicht erlaubt, aber geduldet wurde – zu verbieten. Aus Sicherheitsgründen.
 
Dagegen läuft die Initiative „Rettet die Eisbachwelle“ Sturm. Im Internet sammeln die Anhänger der Surfer Unterschriften, um das Verbot zu verhindern – wenn nötig, mit einem Bürgerbegehren. Bislang haben die Initiatoren bereits über 10 000 Unterschriften gesammelt, im Halbstundentakt kommen neue hinzu. Nicht nur aus München, aus ganz Deutschland, England, USA, Argentinien, Brasilien.

Ausschlag für das möglich Verbot gaben zwei tödliche Unfälle im Eisbach in diesem Sommer: Im August waren kurz hintereinander ein 27-jähriger Student aus Australien und ein 61-Jähriger Münchner ertrunken – allerdings nicht beim Surfen. „Es ist noch nie ein Surfer am Eisbach ertrunken“, argumentiert

die Initiative „Rettet die Eisbachwelle“.