Archive for Juli, 2011


Published Juli 1st, 2011

Tosca 2011 Teil I

Wenn man lange Jahre angemessen antizyklisch verreist ist. Den hohen Verkehrsaufkommen dieser Welt ausweichen konnte. Den Ferienverkehr mied. Zu Zeiten in Urlaub fuhr, wenn andere arbeiteten. Dann hat man irgendwann fast vergessen, wie das ist: STAU. In diesem Jahr haben wir aus irgendwelchen Gründen die Pfingsferien bei unserer Planung voellig ignoriert, und so kommen wir endlich einmal wieder in den Genuss eines klassischen “Hinreiseverkehrs”.

Letztlich muss man aber sagen: Die ganze Chose erweist sich als halb so wild. Und relativ puenktlich kommen wir an unserer Zwischenstation in Suedtirol an, wo neben einer warmen Dusche, einem kuehlen Bier, einer vorzueglichen Pizza (oh weh, hier wird jedes Klischee bedient…) auch eine Horde langhaariger Zotteltiere aus den Highlands auf uns wartet. Leider ergibt eine spontane Ueberpruefung des Stammbaums keinerlei (durchaus naheliegenden) verwandtschaftlichen Beziehungen. Selbst in den Genuss von Strom kommen wir, nachdem ein Blitz in einen 100 Meter entfernten Baum es anscheinend fertig gebracht hatte, ein ganzes Viertel ueber mehrere Tage lahmzulegen. Im Norden Italiens ist sowas dann in ein paar Tagen behoben. In der Toskana haette es eine Woche laenger gedauert. In Neapel wuerden sie jetzt noch ueber die Zustaendigkeit streiten. OK, in Griechenland haetten sie es wahrscheinlich noch gar nicht bemerkt… Aber ich schweife ab…

 

Der naechste Tag verlaeuft relativ unspektakulaer. Kein Tankwart, der seine Benzinsorten nicht auseinanderhalten kann, oder aehnliche Vorkommnisse, stoeren unsere Weiterfahrt. Einzig die kinderfaustgrossen Hagelkoerner am Monte Sole- verbunden mit leichten Ueberschwemmungen- zwingen uns zu einer neuen Bestzeit im “Dachschliessen”.

 

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Die folgenden Tage auf der Fabbrica sind unspektakulaer und einfach nur schoen. Wir geniessen die besondere Stimmung, das gute Essen, das praemierte Olivenoel und den vorzueglichen Wein. Carpe Diem. Hier und da machen wir einen Abstecher nach Lucca. Alles kann – nichts muss -wie unser lieber Nachbar so gerne zu sagen pflegt. Und so vergeht die Zeit wie im Flug und am letzten Tag bringt es Guiseppe mit einem kleinen Satz auf den Punkt: But You have only been here one afternoon – it seems – right ?!

Nach dem Abschied von Giovanna, Giuseppe, meinem Freund Ikarus (der “Herr” in grau) und den anderen Bewohnern der Fabbrica (u.a. auch ein Cousin von Rex – nachweislich und ganz im Ernst) fahren wir einige Kilometer weiter suedlich, um von unserem zweiten Ausgangspunkt die Gegend zwischen Siena und Florenz unsicher zu machen. Doch davon mehr im zweiten Teil.

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