Archive for Dezember 23rd, 2009


Published Dezember 23rd, 2009

Alben des Jahres 2009

Them Crooked Vultures: Them Crooked Vultures

Them Crooked Vultures: Them Crooked Vultures

Wir spielen so, wie andere es nicht können.” Der mit breiter Brust formulierte Satz sagt eigentlich alles. Die aktuelle Heilige Dreifaltigkeit harter RockmusikJosh Homme, Dave Grohl und John Paul Jones – schenkt der Anhängerschaft zwar keine neuen Genre-Gebote. Them Crooked Vultures spielten dennoch eine unverwechselbare Platte ein. Eine richtig gute noch dazu. (mehr)
Kasabian: The West Ryder Pauper Lunatic Asylum

Kasabian: The West Ryder Pauper Lunatic Asylum

Die mit dem Albumtitel bezeichnete Klapse war seinerzeit die erste Einrichtung für sozial schwächer gestellte Menschen mit Dachschaden. Auf dem Cover mimen die Engländer, gehüllt in Gewänder mehr oder minder bekannter Personen, die Insassen. So glotzen uns Napoleon und ein x-beliebiger Geistlicher durch einen Spiegel an. Mit diesen Impersonifikationen vergleichbaren stilistischen Eklektizismus legen die Mannen um Hauptsongwriter Sergio Pizzone musikalisch an den Tag. (mehr)

Pearl Jam: Backspacer

Pearl Jam: Backspacer

…”Backspacer” ist nun der lang erwartete Befreiungsschlag und klingt wie ein Tritt in den Unterleib der Ewiggestrigen (und des republikanischen Ex-Präsidenten). Vier Songs in zwölf Minuten, erst dann gibts passenderweise mit der Ballade “Just Breathe” Zeit zum Verschnaufen, gleichzeitig eine der schönsten Balladen seit Jahren, die schwer den Fingerpicking-Charme von Vedders Soloalbum atmet.(mehr)

Auf den Plätzen (alphabet.):

 

 

 

Übriggebliebende Highlights aus dem Vorjahr:

The Gaslight Anthem; 59 Sounds

The Gaslight Anthem: The ’59 Sound

“The ’59 Sound” ist das beeindruckende Zeugnis einer wachsenden Band, der man glücklicherweise beim Reifen zuhören darf. Brian Fallon, Alex Levine, Benny Horowitz und Alex Rosamilia haben nicht nur sich, sondern auch ihren Sound gefunden. Konstatierte ich vor Jahresfrist noch Ähnlichkeiten mit Social Distortion, hört man hier und da nun niemand Geringeren als den Boss durch.

Denn die Stücke auf dem Zweitwerk sind nicht einfach Punkrock mit poppigem Appeal, sie atmen den All American Spirit der Arbeiterklasse nach Bruce Springsteen, und, vielleicht am wichtigsten: Sie haben Seele. Jeder einzelne Song könnte ein nahe stehendes Familienmitglied sein, ein guter Freund, eine verloren geglaubte Liebschaft.

Moke: Shorland

Moke:  Shorland

Dass man beim Stichwort holländische Rockbands hierzulande eher früher als später an Within Temptation denkt, spricht nicht gerade für die Alternative Rock-Szene des Landes. Dabei gab es mit Krezip und Kane immer wieder Bands, die es auch jenseits der heimatlichen Grenzen zu beachtlichem Erfolg brachten.

2009 versuchen Moke in deren Fußstapfen zu treten. Mit einem Fürsprecher wie Paul Weller stehen die Zeichen dafür ziemlich gut. Der Modfather findet nicht nur Gefallen am stylishen, von Karl Lagerfeld (!) designten Outfit der fünf Musiker aus Amsterdam, sondern auch an deren Sound, was ein Aufkleber mit seinem Zitat “Fucking Smashing Tunes” auf dem Moke-Debüt “Shorland” verdeutlicht.

Glasvegas: Glasvegas

Glasvegas: Glasvegas

Es war für Musikjournalisten im Januar 2009 eigentlich unmöglich, am Namen Glasvegas vorbei zu kommen. Zwar hatte bis eben noch kein Mensch irgendwas von den vier gehört, doch in so genannten “Sound of 2009″-Listen wurde einem das Debütalbum schon recht marktschreierisch um die Ohren gehauen.

 

Konzerte des Jahres:

Frühling:  Social Distortion (Special Guest The Gaslight Anthem) im Zenith

Sommer:  U2 im Olympiastadion zu Berlin

Herbst:  Kasabian in der Theaterfabrik

Winter:  Them Crooked Vultures im Zenith